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Pressestimmen: Pressekonferenz in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Im Oktober ging das Modellprojekt Housing First in Berlin an den Start. Wie ist das Projekt bisher angelaufen? Wie viele Menschen konnten bisher in eigenen Wohnraum gebracht werden? Wie werden die Unterstützungsangebote angenommen? Wie geht es Betroffenen, die nach langer Zeit der Obdachlosigkeit die Chance bekommen haben, in eine eigene Wohnung zu ziehen?

Housing First ist in Berlin gut angelaufen

Anlässlich der ersten 6 Monate Laufzeit fand am 17.04.2019 eine Pressekonferenz in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales statt. Neben Elke Breitenbach und ihrer Pressesprecherin waren Corinna Müncho und Sebastian Böwe von Housing First, einer Projektpartnerschaft der Neue Chance gGmbH und der Berliner Stadtmission und Mitarbeiterinnen von Housing First für Frauen des Sozialdiensts Katholischer Frauen. Zu Gast war auch eine Teilnehmerin des Programms von Housing First für Frauen. Die aktuelle Bilanz von Housing First Berlin ist insgesamt positiv. Die Sozialsenatorin Elke Breitenbach zeigte sich zuversichtlich, dass das Projekt auch weiter erfolgreich verläuft. “Das Wichtigste ist, dass wohnungs- und obdachlose Menschen wieder in eine Wohnung kommen und damit in ein selbstbestimmtes Leben. Ich freue mich sehr, dass mit dem Projekt Housing First in Berlin erste Erfolge erzielt werden und Wohnungen an ehemals Obdachlose vermittelt werden konnten. Das ist besonders vor der Situation des angespannten Wohnungsmarktes in der Stadt ein hoffnungsvoller Anfang“, so Breitenbach in ihrem Statement. Allein bei Housing First Berlin konnten bisher 11 Menschen Mietverträge unterschreiben und einziehen. Fünf weitere werden in naher Zukunft folgen.

Pressekonferenz Housing First Senatsverwaltung Integration, Arbeit und Soziales

Im Bild von links nach rechts: Sozialsenatorin Elke Breitenbach, Corinna Müncho, Sebastian Böwe, Beate Vetter-Gorowicz, Kassandra und Stefanie Albig, Sozialarbeiterin bei Housing First für Frauen.
Foto: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Erfolgreiche Wohnraumvermittlung und guter fachlicher Einstieg

„Das Projekt hat sich so gut entwickelt, wie wir es uns in den kühnsten Träumen nicht ausgemalt hatten“, sagte Sebastian Böwe, Koordinator für Immobilien.“ Auch fachlich ist der Einstieg gut gelungen, so Projektleiterin Corinna Müncho. „Wie schnell es gelungen ist, ein wirksames Zusammenspiel von Wohnraumvermittlung und fachlicher Unterstützung zu erreichen, hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen“, erklärte sie in ihrem schriftlichen Statement. „Der Erfolg für die wohnungslosen Menschen und die Unterstützung vieler Kooperationspartner sind ein großer Antrieb für uns, das Modellprojekt mit voller Kraft weiter voranzutreiben.“ Insbesondere die multiprofessionelle Ausrichtung habe sich in der täglichen Unterstützung der Teilnehmer*innen bewährt.

Pressekonferenz Housing First 17. April 2019

Projektleiterin Corinna Müncho und Sebastian Böwe, Koordinator für Wohnraum

Anfängliche Bedenken der Sozialsenatorin sind ausgeräumt

Die Befürchtung der Sozialsenatorin Elke Breitenbach, das Projekt könne scheitern, da sich nicht genug Wohnungen finden, habe sich nicht bestätigt. Im Gegenteil, die Kooperationen mit verschiedenen Wohnbaugesellschaften zeigen auch, „dass es Vermieter gibt, die bereit sind soziale Verantwortung zu übernehmen. Von diesen brauchen wir noch viel mehr! Mein Dank gilt den Vermietern, die Menschen ohne Wohnung wieder eine Chance auf ein würdiges Leben geben. Ebenso danke ich den beiden Trägern für ihre engagierte Arbeit. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir unser Projektziel mit 80 Wohnungen auch erreichen werden.“

Kassandra, eine ehemals von Obdachlosigkeit Betroffene betonte in ihrem Statement, wie sehr die Teilnahme an Housing First ihr Leben verändert habe. Im Gegensatz zu anderen Hilfeformen akzeptiert das Konzept von Housing First „uns so, wie wir sind“.

Im Anschluss berichteten unter anderem die Berliner Zeitung, n-tv, der rbb, die Berliner Morgenpost, der Tagesspiegel und der Deutschlandfunk.